ICHCAP, Südkorea

Internationales Informations- und Netzwerkzentrum für immaterielles Kulturerbe in der Asien-Pazifik-Region unter der Schirmherrschaft der UNESCO (ICHCAP)

Immaterielles Kulturerbe (ICH) ist eine menschliche Signatur, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde und jedem Mitglied der Gemeinschaft eine Identität und Konsistenz verleiht und zu einer Quelle kultureller Vielfalt und menschlicher Kreativität wird. Aufgrund der Globalisierung, der Urbanisierung und der Modernisierung ist eine große Anzahl von Elementen des kulturellen Erbes besonders in der asiatisch-pazifischen Region vom Aussterben bedroht. Obwohl die asiatisch-pazifische Region für ihr reiches immaterielles Kulturerbe bekannt ist, hat die Region auch einen Mangel an politischer Unterstützung und pragmatischen Schwierigkeiten bei ihrer Sicherung ertragen.

Unter den Schutzaktivitäten der UNESCO ist das “Übereinkommen von 2003 zur Wahrung der ICH” die umfassendste internationale Maßnahme, an der im Juni 2011 134 Staaten teilnehmen. Unter den Vertragsstaaten des Übereinkommens praktiziert die Republik Korea Methoden zum Schutz der ICH durch politische Bemühungen, wie die Einrichtung des Gesetzes zum Schutz von Kulturgut auf nationaler Ebene und die Verbreitung des Living Human Treasure Systems auf internationaler Ebene. Als diese Bemühungen Früchte trugen, genehmigte die UNESCO einstimmig die Einrichtung des “Internationalen Informations- und Vernetzungszentrums für immaterielles Kulturerbe in der asiatisch-pazifischen Region unter der Schirmherrschaft der UNESCO” (im Folgenden ICHCAP) auf seiner 35. Generalkonferenz im Jahr 2009.

Seitdem wurde das Abkommen zwischen der Regierung der Republik Korea und der UNESCO im Jahr 2010 unterzeichnet, und schließlich wurde 2011 auch eine Überarbeitung des entsprechenden Gesetzes durch das koreanische Parlament gegenüber dem offiziellen Establishment abgeschlossen. Jetzt beginnen wir unsere Reise als ein UNESCO Category 2 Center, das sich für den Schutz von ICH in der asiatisch-pazifischen Region einsetzt.

Die Hauptrolle von ICHCAP ist die Stärkung von “Information und Networking” im Rahmen des UNESCO-Übereinkommens von 2003. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir Aktivitäten, die auf den Schutz des immateriellen Kulturerbes in den 48 Mitgliedstaaten der asiatisch-pazifischen Region ausgerichtet sind, mit einer primären Funktion der Verbreitung von Informationen und dem Aufbau von Netzwerken im Bereich der ICH. Wir wollen dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt in der asiatisch-pazifischen Region zu stärken und die nachhaltige Entwicklung in der gesamten Region durch verschiedene und wirksame Schutzmaßnahmen zu fördern.

Das Zentrum ist auf Information und Vernetzung spezialisiert und verfolgt folgende Ziele:
Förderung des UNESCO-Übereinkommens von 2003 zur Wahrung des immateriellen Kulturerbes und Beitrag zur Umsetzung in der asiatisch-pazifischen Region;
Die Beteiligung von Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen an der ICH erhöhen und das regionale Bewusstsein für ICH stärken;
Stärkung der regionalen Kapazität für die Sicherung von IKT durch Koordinierung und Verbreitung von Informationen; und
Förderung regionaler und internationaler Kooperation für die ICH-Sicherung

Um seine Ziele zu erreichen, führt das Zentrum Projekte im Rahmen seiner allgemeinen Aufgaben durch, die
Einrichtung von Mechanismen, um einen effektiven Informationsaustausch im Zusammenhang mit der ICH-Sicherung sicherzustellen;
Förderung von ICH-Informationen durch Produktion und Veröffentlichung von On / Offline-ICH-Inhalten zur Sensibilisierung für ICH-Sicherheitsinitiativen in der asiatisch-pazifischen Region;
Aufbau, Stärkung und Aufrechterhaltung von Netzwerken zwischen betroffenen Gemeinschaften, Gruppen und einzelnen Trägern der ICH sowie einschlägigen Nichtregierungsorganisationen und Verbänden der Zivilgesellschaft; und öffentliche Veranstaltungen entsprechend organisieren; und
Aufbau, Stärkung und Aufrechterhaltung von Netzwerken zum Austausch von Informationen und Wissen über den Schutz der ICH unter den relevanten Akteuren und Institutionen (wie zB akademische Institutionen, Gemeinschaftsmuseen und Kulturzentren, Archive, Kunstinstitutionen, UNESCO Kategorie 2-Zentren, einzelne Experten usw.) und organisieren öffentliche Veranstaltungen nach Bedarf.

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